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Hauskauf ohne Eigenkapital

Der Kauf eines Hauses ist in den meisten Fällen mit einer sehr hohen Investition verbunden, die in der Regel nicht aus dem Ersparten finanziert werden können. Banken und Sparkassen vergeben Kredite, mit denen ein Haus über einen längeren Zeitraum finanziert werden kann.

Hauskauf ohne Eigenkapital - die Möglichkeiten. Foto: schminder / pixabay.com
Hauskauf ohne Eigenkapital - die Möglichkeiten. Foto: schminder / pixabay.com
Abhängig von der Höhe des Kredits und vom Alter der Käufer können Finanzierungen für einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren vereinbart werden. Dabei werden die Konditionen nach Ablauf von zehn Jahren neu verhandelt. Als Sicherheit wird die Kreditsumme in das Grundbuch eingetragen. Für den Fall, dass der Kredit nicht bedient werden kann, hat die Bank die Möglichkeit, das Haus versteigern zu lassen und den Kredit auf diese Weise zu tilgen.
 
Da in der Anfangszeit die Kreditsumme durch die Zinsen sehr hoch ist, möchten die Banken maximal den Wert des Hauses versichern. Aus diesem Grund wird von den Kreditnehmern Eigenkapital gefordert. Dabei verlangen Banken bis zu 25 Prozent der Finanzierungssumme. Da die Finanzierung an diesem Eigenkapital scheitern kann, stellen sich viele Kunden die Frage, ob eine Finanzierung auch ohne Eigenkapital möglich ist. Und tatsächlich gibt es Alternativen zum Eigenkapital, und es gibt auch Banken, die unter dem Vorliegen bestimmter Voraussetzungen bereit sind, gänzlich ohne Eigenkapital zu finanzieren.

Alternativen und Möglichkeiten zur Finanzierung ohne Eigenkapital

Das Eigenkapital ist keine Idee der Banken, um Grund für die Ablehnung einer Finanzierung zu haben, sondern es dient der Sicherheit des Hauseigentümers. Durch das Eigenkapital sinkt die monatliche Belastung und damit auch die Gesamtschulden. Ein Teil des Hauses gehört von Anfang an den Eigentümern. Dies ist eine wichtige Grundlage für eine stabile Finanzierung.
 
Banken sehen es gern, wenn das Eigenkapital als Sparguthaben investiert werden kann. Es werden aber auch alternative Möglichkeiten akzeptiert. Dazu gehören:
  • Eigenleistung beim Bau des Hauses
  • Lebensversicherungen
  • Bausparverträge
  • Ein eigenes Grundstück
Bauherren, die handwerklich versiert sind, können den Innenausbau selbst vornehmen. Abhängig von der Ausstattung lässt sich so ein fünfstelliger Betrag sparen, denn eine Handwerkerstunde kann mit bis zu 80 EUR zu Buche schlagen. Es ist aber auch möglich, eine Lebensversicherung in die Finanzierung einzubringen. Dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn bereits ein höherer Betrag angespart wurde und die Versicherung bestätigt, dass alle Raten pünktlich eingegangen sind. Gleiches gilt für einen Bausparvertrag, der in der Regel dann als Eigenkapital akzeptiert wird, wenn es bis zur Zuteilungsreife nicht mehr lange dauert.
 
Ein eigenes Grundstück stellt eine sehr gute Sicherheit dar und wird als Ersatz für das Eigenkapital von den meisten Banken und Sparkassen gern akzeptiert. Auf diese Weise kann eine sichere Finanzierung aufgestellt werden, ohne dass die künftigen Bauherren Barvermögen besitzen müssen.
 
Finanzierungen gänzlich ohne Eigenkapital - sinnvoll oder nicht?
 
Es gibt Banken und Sparkassen, die sich auf eine Finanzierung ohne Eigenkapital einlassen. Dies kann funktionieren, wenn das Haus in einer sehr beliebten oder teuren Gegend liegt. In diesem Fall ist eine schnelle Wertsteigerung zu erwarten und die Finanzierung gilt als gesichert. Darüber hinaus lassen sich Banken mitunter auf eine Finanzierung ein, die als nicht gesichert gilt. Dahinter steht nicht selten das Streben nach eigenem Profit. In diesen Fällen ist von einer Finanzierung ohne Eigenkapital abzuraten. Es ist wichtig, dass die Raten für das Haus auch dann bedient werden können, wenn einer der Partner über einen längeren Zeitraum krank ist oder arbeitslos wird. Da das Eigenkapital die Raten reduziert, ist die Belastung nicht so hoch und diese Zeiten können leichter überbrückt werden. Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung der künftigen Bauherren, ob eine Finanzierung ohne Eigenkapital angestrebt wird oder nicht. Oftmals ist es jedoch besser, mit dem Bauvorhaben einige Jahre zu warten, bis eine gewisse Summe angespart wurde oder ein Bausparvertrag fällig wird. Auch ein preiswertes Haus kann eine Alternative sein.
 
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Ergänzende Informationen
 Quelle: m.p.   
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