Wasserschäden - Was ist zu tun?

Ein Wasserschaden kann durch verschiedene Faktoren entstehen: Ein Rohrbruch oder auch Hochwasser sind nur zwei der zahlreichen Verursacher von Wasserschäden an Decken und Wänden. Wichtig ist es, in so einem Fall schnell zu handeln. 

Wasserschäden an Decke oder Wänden entdeckt – was ist jetzt zu tun? Foto: kerttu / pixabay.com
Wasserschäden an Decke oder Wänden entdeckt – was ist jetzt zu tun? Foto: kerttu / pixabay.com
Wenn klar ist, woher das Wasser kommt, müssen betroffene Baustoffe umgehend behandelt und trockengelegt werden. Hier kann das Übel mit einigen Maßnahmen selbst beseitigt werden – in vielen Fällen jedoch ist es ratsam, die Hilfe eines Experten in Anspruch zu nehmen.
 
Wenn jedoch nicht ersichtlich ist, woher die Feuchte in Wänden oder Decken kommt, muss ein Spezialbetrieb eine professionelle Leckageortung durchführen. Mit professionellen Messsystemen und zerstörungsarmen Ortungstechniken sorgt ein Fachbetrieb dafür, dass die Ursache des Wasserschadens schnell gefunden ist.
 

Wände und Decken nach einem Wasserschaden trockenlegen - worauf es ankommt

Soll eine Wohnung nach einem Wasserschaden trockengelegt werden, kann dies bis zu vier Wochen dauern. Die erforderliche Zeit hängt vor allem vom Auslöser ab, aber auch vom Umfang des Schadens und vom Vorhandensein einer Fußbodenheizung oder der Holzkonstruktion in der Decke. Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Trocknung genügend Zeit eingeräumt wird, denn feuchte Baustoffe können langfristige und sogar irreparable Schäden verursachen. Das Tückische daran: Viele davon sind noch nicht einmal von außen sichtbar. Bei größeren Schäden sollte man die Wasserschadensanierungen stets einem Fachbetrieb überlassen.

Für gewöhnlich werden Decken und Wände mit der Hilfe von Adsorptions- oder Kondensationstrocknern von Feuchtigkeit befreit. Ein besseres Ergebnis kann häufig erzielt werden, indem man zuvor Folienzelte an Decken und Wänden installiert. In alten Kellern oder in Gebäuden mit dicker Außenfassade sind Mikrowellen- oder Infrarotbautrockner eine gute Lösung. Mit ihrer Hilfe lassen sich Wandstärken mit bis zu einem Meter Durchmesser trocknen. Welche Trocknungsmaßnahme bei Fußböden zum Einsatz kommt, hängt vom darin verarbeiteten Material ab: Holzkonstruktionen benötigen beispielsweise mehrere Wochen, bis sie vollständig trocken sind.
 

Wasserschäden an Decke und Wänden: Die wichtigsten Sofortmaßnahmen

Im Falle eines Rohrbruchs oder eines Waschmaschinendefekts muss umgehend der Haupthahn geschlossen werden, damit die Wasserzufuhr unterbrochen wird. Auch sollten die Stromverbindungen am Schaltkasten in der Wohnung unterbrochen werden. Sind Böden nur nass, kann oft schon mit vielen Tüchern und Decken viel Wasser aufgesaugt werden. Steht das Wasser jedoch mehrere Zentimeter hoch auf dem Fußboden, dann muss es abgepumpt werden. Feuchte Möbel sollten Sie umgehend aus den betroffenen Räumen entfernen, damit diese nicht durchnässen und später zu schimmeln beginnen.
 
Zugunsten einer schnellen Trockenlegung sind Bautrockner im durchgehenden Betrieb die beste Lösung. Während des gesamten Vorgangs sollten immer wieder Messungen der Feuchte erfolgen. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die Trocknung korrekt abläuft und das Material nicht übertrocknet wird – denn auch dies kann zu Schäden führen.
 
Wichtig: Im Falle eines Wasserschadens stets umgehend die Versicherung informieren. Um eine Erhöhung der Stromgebühren im Folgejahr durch den höheren Stromverbrauch während der Trocknung zu vermeiden, sollte auch der Energieversorger über den Wasserschaden in Kenntnis gesetzt werden. 

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Ergänzende Informationen
 Quelle: j.r.   
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