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Körperanalysewaagen verstehen

Sogenannte Körperanalysewaagen gewinnen immer mehr an Beliebtheit und fehlen heute nur noch in wenigen Haushalten. Die Hersteller versprechen viel, der tatsächliche Funktionsumfang sollte dagegen häufig etwas differenzierter betrachtet werden.

Körperanalysewaagen verstehen. Foto: pixabay.com
Körperanalysewaagen verstehen. Foto: pixabay.com
Was können herkömmliche Körperanalysewaagen und was können sie nicht? Wir unternehmen einen Klärungsversuch.
 

Körperanalysewaagen: Funktionen und Einsatzbereiche

Körperanalysewaagen gehören in jenen Bereich, den man heute unter dem Stichwort Selbstvermessung subsumieren kann. Sie dienen der Bestimmung und Kontrolle des Gewichts, des Körperfett-, Wasser- und Muskelanteils sowie der Knochenmasse von Menschen. So manch eine Körperanalysewaage verfügt dabei über die Möglichkeit, die gemessenen Daten via Bluetooth an eine App zu senden, mit welcher sie dann ausgewertet werden können. Für den Heimbereich bieten solche Geräte gute Möglichkeiten, den Erfolg oder Misserfolg von Diäten und Sportprogrammen, wenigstens im Groben, verfolgen und dokumentieren zu können. Sie bilden Orientierungen ab, die einem dabei helfen können, seine ernährungstechnischen respektive sportlichen Ziele zu erreichen. Allerdings sollte man sich zugleich auch über die Grenzen dieser Gerätschaften im Klaren sein, denn eine Untersuchung beim Sportmediziner können sie nicht gänzlich ersetzen. Dies zum einen deshalb, weil sie oftmals nicht über die entsprechende Technologie verfügen; zum anderen aber auch, weil oftmals falsch gemessen wird. Bevor wir dies näher erläutern, schauen wir uns zunächst einmal an, welche Arten von Körperanalysewaagen es gibt. 
 

Arten von Körperanalysewagen und ihre Grenzen

Die Basisvariante einer Körperanalysewaage ist die sogenannte Fuß-zu-Fuß-Waage. Diese verfügt in der Regel über eine gewisse Anzahl an Elektroden auf der Standfläche, die Stromimpulse durch die Füße der sich auf der Waage befindenden Person senden. Allerdings dringt der Strom dabei nur bis zur Beckengegend vor. Die Messung begrenzt sich also auf den darunterliegenden Bereich, während die Bauchgegend nicht erfasst wird. Die gemessenen Daten werden mittels bestimmter Formeln, die Alter und Größe inkludieren auf den gesamten Körper extrapoliert. Entsprechend vage ist dieser Wert im Endeffekt auch. 

Des Weiteren gibt es sogenannte Hand-zu-Hand-Waagen. Diese verfügen, wie der Name schon sagt, über keine Standfläche. Es handelt sich um Waagen, die man an zwei Griffen in den Händen hält. Ganz im Gegensatz zu den erstgenannten Wagen wird hier ausschließlich der Oberkörperbereich ausgemessen. Von den gemessenen Werten wird dann unter Berücksichtigung der Parameter Alter, Geschlecht und Größe auf den Unterkörper geschlossen. Diese Waagen können entsprechend auch kein Körpergewicht messen; im Grunde sind es also gar keine echten Waagen, sondern bloß Messgeräte. 
 
Körperanalysewaagen verstehen. Foto: pixabay.com
Körperanalysewaagen verstehen. Foto: pixabay.com
Schließlich gibt es noch die Hand-zu-Fuß-Analysewaagen. Diese bestehen sowohl aus einer Standfläche als auch aus Handteilen, die jeweils mit Elektroden bestückt sind. Auf diese Weise kann der gesamte Körper ausgemessen werden, und entsprechend genauer fallen die Messergebnisse letztlich aus. Insofern handelt es sich genau genommen um Ganzkörperanalysewaagen. 
 
Egal, um welche Waage es sich handelt, stets sollte darauf geachtet werden, korrekt zu messen. Dazu gehört vor allem, dass man die Elektroden nicht mit nassen Füßen oder Händen berührt. Zudem sollte man Feuchtigkeitscremes erst nach der Messung auftragen und sich nicht mit vollem Magen wiegen. Der Zeitpunkt des Messens sollte schließlich immer der gleiche sein. 
 
Wer noch genauere bzw. verlässlichere Werte haben möchte, der sollte regelmäßig einen Sportmediziner aufsuchen. Zwar wird auch hier die Bioelektrische Impedanzanalyse eingesetzt, jedoch werden weitaus mehr Elektroden verwendet als bei herkömmlichen Analysewaagen. Zudem können Sportmediziner die gemessenen Werte individueller auswerten. Diese Variante ist für die meisten Freizeitsportlerinnen und -sportler allerdings nicht zwingend, es sei denn, sie verfolgen sehr ehrgeizige sportliche Ziele. 

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Ergänzende Informationen
 Quelle: a.b.   
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