Sicherheit abseits vom Rampenlicht

Nebeneingangstüren sind ein häufiges Einfallstor für Einbrecher. Etwas außerhalb der Straße und dem Schein der Laternen machen sich viele Kriminelle zuerst an ihnen zu schaffen. Dementsprechend müssen sie besonders gut gesichert sein.

Nebeneingangstüren: Sicherheitsspender abseits vom Rampenlicht. Foto: pixabay.com
Nebeneingangstüren: Sicherheitsspender abseits vom Rampenlicht. Foto: pixabay.com
Dementsprechend müssen sie besonders gut gesichert sein. Je nach Zweck hat der Kunde die Auswahl aus sechs unterschiedlichen Widerstandsklassen (Resistance Class = RC). Die niedrigeren Klassen sind preisgünstig, halten aber allenfalls einen Amateur-Langfinger für wenige Minuten auf. Dann gibt es Nebeneingangstüren, die sogar gegen einen professionellen Einbrecher mit schwerem Gerät erfolgreich abschirmen. Diese allerdings sind überwiegend gewerblichen Betrieben vorbehalten. Doch auch der private Hausbesitzer kann sich gut schützen. Mit einer Nebeneingangstür mit einer Widerstandsklasse von mindestens RC2. 
 
Mal eben schnell eine Nebeneingangstür kaufen – das ist keine gute Idee. Das Thema will gut vorbereitet sein, schließlich wandeln Einbrecher sie gerne in ihre ganz persönliche Haupteingangstür um. Kein Wunder, liegt sie doch zumeist etwas unauffällig am Eingang zur Garage oder dem Durchgang zwischen Wohnräumen und Garten. Deswegen sollte sich jeder, der eine neue Eingangstür braucht, umfassend zu der großen Auswahl beraten lassen
 

Sechs Widerstandsklassen für bedarfsgerechten Schutz 

Haupteingangstüren, viele weitere Schutztüren, aber eben auch Nebeneingangstüren werden in sechs Widerstandsklassen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt in RC1 – RC6, wobei das RC für die englische Bezeichnung Resistance Class steht. Diese Klassifizierung stellt sich wie folgt dar:
  • RC1: Schutz vor Gelegenheitseinbrechern ohne Kenntnisse und Werkzeug, die Lärm vermeiden möchten und wenig Zeit haben
  • RC2: Schutz vor Gelegenheitseinbrechern mit geringen Kenntnissen über Tür und Beute, die Lärm vermeiden möchten und wenig Zeit haben
  • RC3: Schutz vor Einbrechern, die typische Einbruchswerkzeuge nutzen, Grundkenntnisse über die Tür besitzen und etwas Zeit und Lärm einkalkulieren
  • RC4: Schutz vor erfahrenen Einbrechern, die umfassende Kenntnisse besitzen, eine hohe Beute erwarten und Lärm bzw. ein erhöhtes Risiko in Kauf nehmen 
  • RC5: Schutz vor sehr erfahrenen Einbrechern, die elektrische Werkzeuge nutzen und sowohl viel Zeit als auch Lärm mit einkalkulieren 
Die Klasse RC1 ist tatsächlich nur in Einzelfällen zu empfehlen. Für private Hausbesitzer empfehlen Experten eine Widerstandsklasse von mindestens R2. Die vierte und sechste Stufe findet man in der Regel nur am Eingang zu gewerblichen Bauten (1).
 

Gewisse Elemente verstärken den Schutz zusätzlich 

Der Einbruchsschutz von Nebeneingangstüren lässt sich durch einige Ergänzungen zusätzlich erhöhen. Viele Türen sind herstellerseitig mit einer Mehrfachverriegelung versehen. Ist dies nicht der Fall, lohnt es sich, diese nachzurüsten. Besonders empfehlenswert für diesen Zweck sind Schwenkriegel. Sind Glastüren für die Haupteingangstür durchaus sehr beliebt, sollten diese keinesfalls für die Nebeneingangstür genutzt werden. Sofern kein kostspieliges Panzerglas zum Einsatz kommt, ist eine solche Barriere schnell zerstört. Zwar mit großem Lärm, aber wenig Aufwand. Es gibt zahlreiche weitere Elemente, mit denen sich eine Nebeneingangstür als „neuralgischer Punkt“ weiter absichern lässt: Zum Beispiel durch
  • Einbruchsichere Schlösser,
  • Schutzbeschlag,
  • Sicherheits-Schließblech, 
  • Scharniere auf der Innenseite.
Bei diesem Thema sei zudem darauf hingewiesen, dass die Tür allein nur so viel Sicherheit bieten kann, so stabil ihr Türrahmen ist. Daher sollte eine Beratung zu dem Thema immer sowohl die Tür als auch deren Rahmen betreffen. 
 

Quellenangaben

(1) Merschbacher A. Sicherheitsfibel. Springer Fachmedien, Wiesbaden, 2018, Seite 7 (Link


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