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10.04.2026
Nordische Lichtblicke
Schlanke Fensterprofile galten lange als kaum vereinbar mit modernen Energiestandards. Ein nordischer Ansatz zeigt jedoch, dass großzügiger Lichteinfall und hohe Dämmwerte durchaus zusammenpassen.
TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
- Nach außen öffnende dänische Fenster ermöglichen schlanke Rahmen trotz moderner Anforderungen.
- Ab ca. 45 mm Zargen: mehr Glasanteil, filigranere Optik, bis zu 30% mehr Lichteinfall.
- Stabil durch langsam gewachsenes nordskandinavisches Kiefernkernholz: dicht, harzreich, wetterfest.
- Alltag: Wind erhöht Dichtheit, Flügel ragen nicht in den Raum; Getriebebremse fixiert Öffnungswinkel.
- Mit Dreifachverglasung Uw ca. 0,78–0,9 W/m²K, passivhaustauglich; förderfähig, Einbau bundesweit.

Schlanke Fenster für lichtdurchflutete Räume
Trotz des wachsenden Wunsches nach lichtdurchfluteten Wohnräumen sind Fensterrahmen in den vergangenen Jahrzehnten immer breiter geworden. Moderne Anforderungen an Energieeffizienz, Statik und Schallschutz haben dazu geführt, dass Fensterkonstruktionen stabiler und damit häufig auch massiver ausfallen. Während historische Fenster oft durch schmale Profile und große Glasflächen geprägt waren, dominieren heute vielfach breitere Rahmen. Doch ein Trend aus Skandinavien zeigt, dass moderne Technik und filigrane Gestaltung durchaus miteinander vereinbar sind. Klassische dänische Fenster greifen ein nahezu vergessenes Prinzip wieder auf: Fenster, die nach außen öffnen.
Mehr Glasfläche durch nach außen öffnende Fenster
Dieses Konstruktionsprinzip ermöglicht eine besonders schlanke Optik, die vor allem in Altbauten oder denkmalgeschützten Gebäuden geschätzt wird. Da sich die Flügel nach außen öffnen, können Rahmenprofile deutlich schmaler gestaltet werden, ohne die Funktionalität einzuschränken. Mit Zargen ab etwa 45 Millimetern lässt sich ein deutlich höherer Glasanteil realisieren. Dadurch fällt mehr Tageslicht in die Räume und die Fenster wirken insgesamt filigraner. Der Lichteinfall kann auf diese Weise um bis zu 30 Prozent steigen. Gerade in Gebäuden mit historischer Architektur hilft diese Bauweise dabei, den ursprünglichen Charakter der Fenster zu erhalten.
Stabilität durch hochwertige Materialien
Ein entscheidender Faktor für die schlanken Profile liegt in der Materialwahl. „Wir verwenden ausschließlich langsam gewachsenes nordskandinavisches Kiefernkernholz, das besonders dicht und harzreich ist und somit widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse als herkömmliche Weichhölzer“, erklärt Katharina Opgenorth-Brand, Geschäftsführerin von Frovin. Das Holz wächst unter den klimatischen Bedingungen Skandinaviens deutlich langsamer, wodurch eine höhere Dichte entsteht. Diese natürliche Festigkeit sorgt dafür, dass die Fensterprofile auch bei geringer Materialstärke stabil bleiben. Gleichzeitig bietet das Holz eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Temperaturunterschieden und anderen Witterungseinflüssen.
Dichtheit und Komfort im Alltag
Neben der schlanken Optik bieten nach außen öffnende Fenster auch praktische Vorteile im Alltag. Bei Wind werden die Flügel gegen den Rahmen und die Dichtungen gedrückt, wodurch sich die Dichtheit des Fensters zusätzlich verbessert. Gleichzeitig ragen geöffnete Flügel nicht in den Innenraum hinein. Möbel, Pflanzen oder Dekorationsgegenstände auf der Fensterbank müssen beim Lüften nicht zur Seite geräumt werden. Eine sogenannte Getriebebremse ermöglicht es zudem, den Fensterflügel in nahezu jedem Öffnungswinkel zu fixieren. Dadurch kann die Lüftung flexibel angepasst werden, ohne dass der Flügel unkontrolliert zuschlägt.
Reinigung einfach von innen
Auch bei der Pflege bieten die Fenster praktische Lösungen. Ein spezieller Putzbeschlag erlaubt es, den Fensterflügel zu schwenken, sodass die Außenseite bequem von innen erreicht werden kann. Besonders bei höheren Etagen oder schwer zugänglichen Fassaden erleichtert diese Funktion die Reinigung erheblich. Die Fenster bleiben dadurch auch langfristig leicht zu pflegen, ohne dass aufwendige Hilfsmittel oder Arbeiten von außen erforderlich sind.
Energiestandards und Design im Einklang
Trotz der filigranen Erscheinung erfüllen die Fenster auch moderne energetische Anforderungen. In Kombination mit Dreifachverglasung erreichen sie Wärmedämmwerte von etwa Uw = 0,78 bis 0,9 W/m²K und sind damit sogar für den Einsatz in Passivhäusern geeignet. Dadurch lassen sich traditionelle Gestaltung und zeitgemäße Energieeffizienz miteinander verbinden. Dänische Fenster von Frovin erfüllen zudem die Voraussetzungen für staatliche Förderprogramme im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren. Der Einbau erfolgt bundesweit durch geschulte Fachbetriebe, die dafür sorgen, dass die Fenster sowohl technisch als auch optisch optimal in das jeweilige Gebäude integriert werden.Resümee von Mareike Tiefenthaler (Redaktion “hausbau.net“)
Fenster prägen die Wirkung eines Hauses stärker, als oft bewusst ist. Schlanke Profile lassen Räume heller wirken und bringen eine Leichtigkeit in die Fassade, die besonders bei Altbauten oder klassischen Gebäuden geschätzt wird. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz und Komfort kontinuierlich. Lösungen, die beide Aspekte verbinden, zeigen, wie sich traditionelle Bauprinzipien mit moderner Technik weiterentwickeln lassen. So entsteht Architektur, die Licht, Ästhetik und Funktion sinnvoll miteinander vereint.
Autor / Quelle: Frovin GmbH / PR Jäger

