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22.04.2026
Alarmanlage an, Anrufbeantworter aus
Wenn ein Zuhause für längere Zeit leer steht, steigt das Risiko für ungebetene Gäste. Mit einfachen Maßnahmen und durchdachter Technik lässt sich jedoch gezielt vorsorgen.
TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
- In der Urlaubszeit steigt das Einbruchsrisiko: leere Häuser sind leicht erkennbar.
- Mechanischer Schutz (Türen/Fenster) ist Basis, meldet aber keinen Einbruchsversuch.
- Alarmanlagen ergänzen sinnvoll: melden an Leitstelle, wirken sichtbar abschreckend.
- Wichtig: fachgerechte Planung und Installation; Eigenmontage kann Schutz mindern.
- Alltagsmaßnahmen: Briefkasten leeren, Rollläden bewegen, keine Abwesenheit ansagen.

Wenn das Zuhause unbeaufsichtigt bleibt
Während die Menschen in der Urlaubszeit Erholung, Reisen und neue Eindrücke genießen, bleiben Häuser und Wohnungen oft für längere Zeit unbeaufsichtigt. Gerade in dieser Phase steigt das Risiko für Einbrüche deutlich an, denn ein offensichtlich leer stehendes Zuhause wird schnell zur Zielscheibe. Für potenzielle Täter sind solche Situationen leicht erkennbar, etwa durch dauerhaft geschlossene Rollläden oder überquellende Briefkästen. Um sich vor unangenehmen Überraschungen zu schützen, lohnt es sich, frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen und das eigene Zuhause entsprechend abzusichern.
Mechanischer Schutz als Grundlage
Mechanische Schutzmaßnahmen wie einbruchhemmende Türen und Fenster bilden die Basis für einen wirksamen Einbruchschutz. Sie erschweren den Zugang erheblich und können dazu beitragen, Täter bereits im Ansatz aufzuhalten. Dennoch haben sie einen entscheidenden Nachteil, denn sie melden keinen Einbruchsversuch. Genau hier setzt die Ergänzung durch moderne Sicherheitstechnik an. Erst im Zusammenspiel entsteht ein umfassendes Schutzkonzept, das sowohl abschreckt als auch im Ernstfall reagiert.
Alarmanlagen als sinnvolle Ergänzung
Solche Sicherungen sollten daher durch eine Alarmanlage ergänzt werden, erklärt Carl Becker-Christian, Geschäftsführer des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e. V. Eine Alarmanlage informiert im Ernstfall eine Notruf- und Serviceleitstelle und sorgt dafür, dass schnell reagiert werden kann. Viele Einbrecher handeln nicht professionell, weshalb bereits die sichtbare Präsenz einer Alarmanlage abschreckend wirkt oder dazu führt, dass ein Einbruchsversuch frühzeitig abgebrochen wird. Zusätzlich bieten moderne Systeme Funktionen, die im Alltag unterstützen, etwa Hinweise auf offene Fenster oder Türen beim Verlassen des Hauses.
Fachgerechte Installation entscheidet
Damit eine Alarmanlage im Ernstfall zuverlässig arbeitet, ist eine fachgerechte Planung, Beratung und Installation entscheidend. Der Verband empfiehlt daher, Alarmanlagen nicht in Eigenregie zu montieren, da Fehler bei der Installation die Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen können. Bei der Auswahl eines Anbieters sollte besonders auf Erfahrung und Fachkompetenz geachtet werden.
Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung
Neben technischer Sicherheit können auch einfache Vorkehrungen dazu beitragen, das Risiko eines Einbruchs zu reduzieren. Auf dem Anrufbeantworter sollten keine Hinweise auf eine längere Abwesenheit hinterlassen werden, und es kann sinnvoll sein, Nachbarn oder Bekannte zu bitten, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Dazu gehört auch, den Briefkasten zu leeren oder Rollläden gelegentlich zu bewegen, damit das Haus bewohnt wirkt. Solche kleinen Maßnahmen tragen dazu bei, potenziellen Tätern keinen offensichtlichen Hinweis auf Abwesenheit zu geben.
Aufmerksamkeit im Außenbereich
Auch der Außenbereich sollte in die Sicherheitsüberlegungen einbezogen werden. Gegenstände wie Leitern oder Gartenmöbel sollten nicht frei zugänglich stehen, da sie Einbrechern als Einstiegshilfe dienen könnten. Eine gute Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern erhöht zusätzlich die Sicherheit und schreckt potenzielle Täter ab. Durch die Kombination aus technischer Ausstattung, mechanischem Schutz und aufmerksamen Alltagsmaßnahmen lässt sich das eigene Zuhause auch während längerer Abwesenheiten wirksam absichern und vor ungebetenen Eindringlingen schützen.Resümee von Andrea Schaffeld (Redaktion “hausbau.net“)
Ein gutes Sicherheitsgefühl beginnt nicht erst bei teurer Technik, sondern bei einem klaren Blick auf mögliche Schwachstellen. Wer sein Zuhause vorbereitet verlässt, reduziert Risiken oft schon mit kleinen, durchdachten Handgriffen. Technik kann dabei sinnvoll unterstützen, wenn sie zuverlässig geplant und umgesetzt ist. Ebenso wichtig ist das Zusammenspiel mit dem direkten Umfeld, etwa durch Nachbarn, die ein Auge auf das Haus haben. So entsteht ein rundes Konzept, das Sicherheit nicht kompliziert macht, sondern alltagstauglich bleibt.
Autor / Quelle: BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. / djd

