Gesunde Raumluft – die besten Tipps

Viele kennen das Problem: Die Temperaturen sinken im Herbst, die Heizsaison startet und schon fängt das lästige Kratzen im Hals an. Immer wieder fühlt man sich schlapp und es kommt zu Erkältungskrankheiten. Dass das Immunsystem im Winter weniger leistungsfähig ist, hängt unter anderem mit dem Raumklima zusammen.

Gesunde Raumluft – die besten Tipps. Foto: pixabay.com
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Denn in vielen Haushalten herrscht eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Das trocknet die Schleimhäute aus und es kommt zu winzig kleinen Rissen. Durch sie dringen Krankheitserreger ein und verursachen unangenehme Infekte. Es macht daher Sinn, Maßnahmen zur Verbesserung der Raumluft zu treffen.

Gesunde Raumluft stärkt das Immunsystem

Dass es im Winter mehr Viren gibt, die Krankheiten auslösen, ist mittlerweile widerlegt. Auch kalte Außentemperaturen, Schnee und Eis scheinen dem Körper weniger auszumachen als man denkt. Vielmehr hängt die steigende Anzahl an Infekten mit der trockenen Raumluft zusammen. Die menschlichen Schleimhäute dienen sozusagen als Schutzschild und wehren viele Krankheitserreger ab. Trocknen die Schleimhäute aus und wird weniger Sekret gebildet sind auch die feinen Flimmerhärchen in der Nase beeinträchtigt. Studien haben sogar ergeben, dass das Risiko an Grippe zu erkranken bei einer Luftfeuchtigkeit von 35 Prozent etwa dreimal höher ist als in feuchten Räumen.

Als optimaler Wert gilt bei der Luftfeuchtigkeit 40 bis 60 Prozent. Eigentlich handelt es sich dabei um die relative Luftfeuchtigkeit. Die maximale Sättigung der Raumluft wird mit dem Wert 100 angegeben, die aktuelle Feuchtigkeit wird dazu in Relation gesetzt. Symptome, die bei trockener Raumluft auftreten können, sind:
  • Brennende Augen,
  • Hustenreiz,
  • Halsschmerzen,
  • Nasenbluten,
  • Schuppen an der Haut,
  • Kopfschmerzen.
Warum es zu trockener Luft gerade im Winter vermehrt kommt liegt an einem physikalischen Gesetz: Bei kalter Luft bewegen sich die Moleküle von Luft und Wasser langsamer und so nimmt die Luft schlechter Feuchtigkeit auf. Somit hat die Außenluft schon weniger Luftfeuchtigkeit. Dringt sie beim Lüften oder beim Verlassen und Betreten von Häusern und Wohnungen ein, wird sie zwar vom Heizsystem erwärmt, jedoch nicht mit Feuchtigkeit angereichert.

Gesunde Raumluft – die besten Tipps. Foto: pixabay.com
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Einfache Tipps für gesunde Raumluft

Kontrolle ist das beste Mittel für gesunde Raumluft: Ein Hygrometer misst verlässlich die Luftfeuchtigkeit. Sollte sie unter die empfohlenen 40 Prozent sinken, helfen einfache Maßnahmen. Zimmerpflanzen haben eine beruhigende Wirkung, doch sie leisten auch für gesunde Raumluft Überraschendes. Besonders geeignet, um die Raumluft zu verbessern sind Pflanzen mit großen Blättern. Sie schaffen es mitunter, bis zu 90 Prozent des Gießwassers an die Raumluft abzugeben.

Ein Zimmerbrunnen ist nicht nur ein ansprechendes Dekorationsobjekt, sondern führt auch zu gesunder Raumluft. Plätscherndes Wasser hat von jeher einen entspannenden Effekt. Doch ein Zimmerbrunnen kann noch viel mehr, er reichert nämlich die Luft mit Feuchtigkeit an. Wichtig ist, den Brunnen regelmäßig zu warten. Im Wasser können sich nämlich Bakterien bilden, die beim Verdunsten in die Raumluft übergehen.

Zwar wirkt ein Wäscheständer im Wohnzimmer wenig ansehnlich, er leistet jedoch wertvolle Dienste. Wer öfter die Wäsche im Wohn- oder Schlafraum aufhängt, kann durch die natürliche Verdunstung die Luftqualität verbessern. Und das ohne zusätzliche Kosten. Vergleichsweise günstig sind auch Verdunster, die am Heizkörper montiert werden.

Auch elektrische Luftbefeuchter verbessern die Raumluft: Mittlerweile gibt es verschiedene Modelle. Kaltluftbefeuchter haben einen Ventilator integriert, der das verdunstende Wasser im Raum verteilt. Außerdem gibt es moderne Modelle, die mit UV-Licht arbeiten. Sie töten Keime und Bakterien ab. Somit müssen keine Desinfektionsmittel verwendet werden. Bei einem Zerstäuber wird das Wasser durch Hochfrequenzschwingungen zerstäubt.

Zudem verbessert richtiges Lüften das Klima – dabei ist Stoßlüften zu bevorzugen: Man öffnet am besten die gegenüberliegenden Fenster für 15 Minuten vollständig und ermöglicht einen möglichst guten Luftaustausch. Diese Prozedur ist mehrmals am Tag zu wiederholen. Somit gelangt Sauerstoff in den Innenraum. Ein Mix aus mehreren Maßnahmen führt auch im Winter zur Verbesserung der Luftqualität.


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