Die Diva-Treppe
Mit senkrechten Holzlamellen verbindet diese Treppenkonstruktion klare Linien mit einem hohen Maß an Sichtschutz. Je nach Ausführung wirkt sie leicht und offen oder schafft eine ruhige Fläche, hinter der sogar Stauraum verschwinden kann.
- „Claustra“ setzt auf senkrechte Holzleisten: filtert Blicke, wirkt zurückhaltend statt dominant.
- Systemtreppe: Stufen wandseitig mit gummigelagerten Stahlbolzen, zur Raumseite tragen Leisten.
- Zwei Leistenformate (60×26 oder 30×44 mm) verändern Wirkung: präsenter vs. filigraner.
- Geprüfte Sicherheit: CE-Zeichen und europäische Zulassung bescheinigen die Standsicherheit.
- Lamellen variabel: schwebende Optik oder raumhohe Fläche mit Sichtschutz und Stauraum-Nutzen.

Eine Treppe, die sich bewusst zurücknimmt
Diese Treppe ist eine echte Diva und lebt gerade davon, nicht alles von sich preiszugeben. „Claustra“ wirkt geheimnisvoll, weil senkrechte Holzleisten den Blick auf das Dahinterliegende gezielt begrenzen. Statt den Raum optisch zu dominieren, entsteht eine zurückhaltende Struktur, die neugierige Blicke filtert und dennoch offen genug wirkt, um nicht massiv zu erscheinen. Thomas Köcher, Geschäftsführer der Treppenmeister Partnergemeinschaft, sieht darin eine passende Lösung für Räume, in denen die Treppe nicht im Mittelpunkt stehen soll. Sie fügt sich dezent in die Umgebung ein und übernimmt eine klare gestalterische Funktion, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Fest verankert und sicher getragen
Konstruktiv folgt „Claustra“ dem Prinzip der Treppenmeister Systemtreppen. Jede Stufe ist auf einer Seite mit gummigelagerten Stahlbolzen fest in der Wand verankert. Zur Raumseite hin übernehmen Holzleisten die Abhängung der Stufen. Dadurch verbindet die Konstruktion eine stabile Wandbefestigung mit einer leichten, vertikal gegliederten Optik. Für die notwendige Stabilität braucht jede Stufe mindestens zwei Leisten. Eine sitzt an der Vorderkante, die andere an der Hinterkante. Diese klare Anordnung sorgt dafür, dass die Stufen zuverlässig gehalten werden und die senkrechten Hölzer zugleich das Erscheinungsbild der Treppe prägen. Technik und Gestaltung greifen bei diesem Modell damit unmittelbar ineinander.

Zwei Formate für unterschiedliche Wirkung
Bei den Holzleisten stehen zwei Grundformate zur Wahl. Die breitere Ausführung misst 60 x 26 Millimeter und kann auf Wunsch auch größer ausfallen. Daneben gibt es eine schmalere, kompaktere Variante mit 30 x 44 Millimetern. Schon diese unterschiedlichen Proportionen verändern den Eindruck der Treppe deutlich. Breitere Leisten wirken präsenter und bilden eine stärker geschlossene Struktur, während die schmalere Ausführung filigraner erscheint. Trotzdem bleibt das grundlegende Prinzip immer gleich. Die vertikalen Elemente tragen nicht nur zur Konstruktion bei, sondern bestimmen zugleich, wie offen oder zurückhaltend die Treppe im Raum wahrgenommen wird. So lässt sich das Erscheinungsbild an die gewünschte Raumwirkung anpassen.

Geprüfte Standsicherheit mit europäischer Zulassung
Neben der Gestaltung spielt die nachgewiesene Sicherheit eine wichtige Rolle. „Claustra“ trägt das CE Zeichen und verfügt damit über eine europäische Zulassung, die die Standsicherheit dieses Treppenmodells bescheinigt. Für Bauherren und Planer bedeutet das, dass die Konstruktion nicht nur optisch auf ein klares Konzept setzt, sondern auch über einen entsprechenden Nachweis verfügt. Gerade bei einer Treppe, deren Wirkung stark von schlanken, senkrechten Elementen bestimmt wird, schafft diese Zulassung zusätzliche Orientierung. Die Leisten mögen leicht und zurückhaltend wirken, doch sie sind Teil einer geprüften Konstruktion. Das unterstreicht den Anspruch, Gestaltung und sichere Ausführung miteinander zu verbinden.

Schwebende Optik oder geschlossene Fläche
Die senkrechten Lamellen lassen sich gestalterisch unterschiedlich einsetzen. Enden die Hölzer knapp unter den Stufen und berühren den Boden nicht, entsteht eine besonders leichte Wirkung. Das Geländer scheint dann beinahe im Raum zu schweben. Werden die Leisten dagegen von der Decke bis zum Boden geführt, verändert sich der Charakter deutlich. Aus einzelnen vertikalen Elementen entsteht eine ruhige Fläche mit klaren Linien und einer gleichmäßigen Struktur. Beide Varianten folgen demselben konstruktiven Grundgedanken, setzen aber unterschiedliche optische Akzente. Damit lässt sich entscheiden, ob die Treppe luftiger erscheinen oder stärker als ordnendes Element in die Raumgestaltung eingebunden werden soll.
Sichtschutz mit zusätzlichem Nutzen
Die raumhohe Ausführung hat neben der gestalterischen Wirkung auch einen praktischen Vorteil. Der Bereich unter der Treppe kann als Stauraum genutzt werden, ohne sofort ins Blickfeld zu geraten. Kellerabgänge, Kisten, Kommoden oder Regale bleiben hinter den senkrechten Holzleisten weitgehend verborgen. Genau darin zeigt sich der besondere Charakter von „Claustra“. Die Konstruktion schafft keine vollständig geschlossene Wand, sondern einen Sichtschutz, der den Raum weiterhin gegliedert und offen wirken lässt. Dinge, die im Alltag notwendig sind, müssen dadurch nicht zum optischen Mittelpunkt werden. Die Treppe übernimmt also mehrere Aufgaben zugleich und verbindet sichere Konstruktion, zurückhaltende Gestaltung sowie eine diskrete Abschirmung des Bereichs dahinter.
Eine Treppe muss sich optisch nicht immer in den Vordergrund drängen. Senkrechte Holzlamellen schaffen eine angenehme Mischung aus Offenheit und Privatsphäre und bringen zugleich eine klare Struktur in den Raum. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Bereiche unter der Treppe dezent zu verbergen und so zusätzlichen Stauraum harmonisch in die Wohnraumgestaltung einzubinden.

