Trinkwasser: Die letzten bestehenden Bleileitungen müssen ausgetauscht

30.01.2024

Aus für Bleileitungen

Manche Mieterinnen und Mieter in älteren Gebäuden befürchten, dass ihr Trinkwasser noch durch Bleileitungen fließt. Diese Sorgen und Bedenken sind jedoch fast immer unbegründet, wie eine aktuelle Erhebung des Umweltbundesamtes zeigt. Zudem sorgt die im Juni 2023 in Kraft getretene neue Trinkwasserverordnung dafür, dass noch bestehende Bleileitungen bis Januar 2026 komplett ausgetauscht werden müssen.

Nachdem der Grenzwert für Blei im Trinkwasser noch einmal gesenkt wurde, sind mögliche Sorgen über bleihaltiges Wasser künftig unbegründet. Foto: DJD / Forum Trinkwasser / ebenart / stock.adobe.com
Nachdem der Grenzwert für Blei im Trinkwasser noch einmal gesenkt wurde, sind mögliche Sorgen über bleihaltiges Wasser künftig unbegründet. Foto: DJD / Forum Trinkwasser / ebenart / stock.adobe.com

Nur noch sehr wenige Gebäude mit Bleileitungen

Schon seit 1973 werden in Deutschland keine Wasserrohre aus Blei mehr verbaut, in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs sogar seit Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr. Und auch vor 1973 waren schon andere Materialien wie Kupfer oder verzinkter Stahl weit verbreitet. Heute gibt es schätzungsweise bundesweit nur noch rund 15.000 Gebäude mit einer Hausanschlussleitung aus Blei und 38.000 mit Bleileitungen in der Trinkwasser-Installation, also innerhalb eines Hauses. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Umweltbundesamtes bei Bundesländern, Wasserversorgungsunternehmen und Installationsfirmen.

Grenzwerte für Blei im Trinkwasser wurden immer weiter gesenkt

Blei ist auch in sehr niedrigen Aufnahmemengen gesundheitsgefährdend und kann insbesondere bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern das Nervensystem schädigen sowie die Blutbildung und die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen. Schon in den vergangenen Jahren hat der Gesetzgeber daher den Grenzwert für Blei im Trinkwasser immer weiter gesenkt. In der neuen Trinkwasserverordnung, die im Juni 2023 in Kraft getreten ist, liegt er zukünftig bei 0,005 Milligramm pro Liter. "Damit ist er so niedrig, dass Wasser, welches in Kontakt mit Blei gerät, in jedem Fall Grenzwertüberschreitungen aufweist", erklärt Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser e. V. Der Ursprung einer Bleibelastung kann dadurch sehr genau eingegrenzt werden. Das hilft, auch die letzten noch verbliebenen Bleirohre aufzuspüren, die laut neuer Trinkwasserverordnung dann bis spätestens 12. Januar 2026 komplett entfernt werden müssen. „Die erneute Senkung des Blei-Grenzwertes auf 0,005 Milligramm pro Liter und die Austauschpflicht alter Bleileitungen für Hausbesitzer wie Wasserversorger schafft nun abschließend Sicherheit für die Verbraucher“, betont Stefan Koch: "In Zukunft sind mögliche Sorgen über bleihaltiges Wasser dann tatsächlich absolut unbegründet.“
Autor / Quelle: Forum Trinkwasser e.V.

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